Data Residency in Atlassian Cloud

Die Kontrolle darüber, wo die eigenen Daten gespeichert werden, ist eine Schlüsselanforderung für Unternehmen aller Größen und Branchen

Das Thema Datenhaltung gehört auch zu den zentralen Faktoren, wenn es darum geht, eine Migration von klassischen Server-Installationen in eine Cloud-basierte Infrastruktur zu evaluieren. Hier müssen Organisationen nicht nur eventuelle interne Compliance-Anforderungen erfüllen, sondern haben auch branchenspezifische Regulierungen sowie natürlich die Vorschriften der EU in Form der DSGVO zu beachten.

Region der Datenhaltung

Im Hinblick auf die Datenhaltung für die Atlassian-Cloud-Produkte Jira Software, Jira Service Management und Confluence haben Administrator*innen die Wahl, eine Region für die Informationsspeicherung der Anwendungsdaten festzulegen. Eine Region indiziert dabei die geographischen Grenzen, innerhalb derer die Inhalte gehostet werden. Das Unternehmen kann also festlegen, in welcher Region die Anwendungsdaten gespeichert werden (z.B. in der Europäischen Union).

Hinweis: Das Feature Data Residency steht seit Juli 2021 für die Pläne Standard, Premium und Enterprise zur Verfügung. Im Free-Plan steht das Feature nicht zur Verfügung.

Administration der Datenhaltung

Im Administrationsbereich der Atlassian-Cloud-Instanzen finden Admins eine spezielle Seite mit dem Titel Data Residency. Dort sind die Produkte des Unternehmens aufgelistet, der Ort für jedes Produkt sowie die AWS-Regionen, denen der Ort entspricht. Wenn ein Produkt an einen Ort gepinnt ist, werden die Anwendungsdaten dort gespeichert.

In der Standardeinstellung werden alle Anwendungsdaten global gespeichert, was alle AWS-Regionen umfasst. Hier bestimmt Atlassian, wo die Daten residieren. Um die Produkt-Performance zu optimieren, gibt es keine Limitierungen im Hinblick auf das Verschieben von Daten. Bei Bedarf kann Atlassian Daten zwischen AWS-Regionen bewegen.

Wenn die Administrator*innen möchten, dass die Produktdaten in einer spezifischen Region bleiben, und wenn Data Residency für das entsprechende Produkt verfügbar ist, können sie anfordern, dass die Anwendungsdaten an einen bestimmten Ort bewegt und dort gepinnt werden.

Welche Daten können gepinnt werden?

Jira SoftwareJira Service ManagementConfluence
  • Alle Anhänge
  • Board- und Sprint-Daten
  • Kommentare
  • Benachrichtigungsdaten innerhalb des Produkts
  • Inhalte von Vorgängen und Feldern (inklusive Systemfelder und Custom Fields)
  • Jira-Suchdaten
  • Projektkonfigurationsdaten inklusive Workflows, Custom-Field-Konfiguration und Board-Konfiguration
  • Alle Anhänge
  • Kommentare
  • Benachrichtigungsdaten innerhalb des Produkts
  • Objektdaten und Schema-Konfigurationsdaten von Insight
  • Vorgänge, Anfragetypen und Feldinhalte (inklusive Systemfelder und Custom Fields)
  • Jira-Suchdaten
  • Projektkonfigurationsdaten inklusive Workflows und Custom-Field-Konfiguration
  • Queue-Daten
  • Alle Anhänge (inklusive eingebettete Bilder)
  • Kommentare
  • Seiten- und Blog-Daten
  • Benachrichtigungsdaten innerhalb des Produkts
  • Likes von Seiten und Kommentaren
  • Seiten-Metadaten
  • Quelldaten für Benachrichtigungen in E-Mails

Warum können keine Userdaten gepinnt werden?

Account-Informationsdaten können nicht gepinnt werden. Das liegt daran, dass Atlassian Useraccount-Informationen in einem zentralen Identitätsdienst sowie in einigen wenigen kontrollierten Replica-Diensten speichert. Diese Dienste und die Accountinformationen darin werden nicht gepinnt, weil Atlassian sie in der ganzen Welt hostet, um die Performance-Anforderungen vom Kunden zu erfüllen.

Atlassian speichert die Accountinformationen auf diese Weise, um ihren Fußabdruck im System zu limitieren. Das bedeutet, dass diese Informationen nicht in den Produkten gespeichert werden. Stattdessen speichern die Produkte repräsentative IDs, die sie nutzen, um Daten von den Identitätsdiensten zu beziehen.


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Dieser Inhalt wurde zuletzt am 25.11.2022 aktualisiert.

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